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Rollen-Ratgeber

Rollen-Ratgeber

Hier möchten wir Ihnen wichtige Informationen an die Hand geben, damit Ihre Wahl an Rädern und Rollen für Ihren individuellen Einsatz optimal getroffen wird.

Rollenarten

Lenkrollen

Lenkrollen sind schwenkbar und ermöglichen einen stetigen Richtungswechsel durch die im Gehäuse eingearbeitete Lagerung. Des Weiteren können Lenkrollen mit einem Feststeller versehen werden, der Radbewegung und Schwenkbewegung gleichzeitig arretiert. Wenn nur die Schwenkbewegung der Gabel blockiert wird, handelt es sich um einen Richtungsfeststeller.
Als Befestigungselemente haben sich im wesentlichen Anschraubplatten, Stahleinsteckzapfen für Rohre sowie Befestigung mittels Schraube über ein Rückenloch im Lenkgehäuse bewährt.

Bockrollen

Bockrollen sind nicht schwenkbar und geben dem Transportmittel bzw. Maschinen die Richtungsstabilität. Als Befestigungselemente haben sich grundsätzlich Anschraubplattenbefestigungen bewährt.

 

Die Bereifung der Laufflächen

Polypropylen (PP)

Polypropylen ist die preiswerteste Alternative. Ihre Eigenschaft zeichnet sich aus durch eine hohe chemische Beständigkeit, mittlere Tragkraft, bruchsicher bei mittlerer Belastung, mittlere Lebensdauer (relativ hoher Verschleiss auf rauhen Boden), leichter Lauf auf glatten Böden, geringer Rollwiderstand. Bei unebenen Böden eher weniger geeignet. Temperaturbeständigkeit: von 0 °C bis + 80 °C, daher im Frostbereich nicht geeignet. Eher Laut

Polyamid (PA)

Polyamid-Räder sind langlebiger, haben deutlich geringeren Abrieb und sind bruchfester als PP-Räder. Polyamid-Räder gewährleisten einen leichten Lauf auf glatten Böden, hohe chemische Beständigkeit, einen geringer Anfahrwiderstand und eine wartungsfreie Handhabe. Bei unebenen Böden eher weniger geeignet. Temperaturbeständigkeit: von -30°C bis +80°C, daher im Frostbereich sehr gut geeignet. Eher Laut

Vollgummi

Häufig verwendetes Standardrad für Transportgeräte. Leise und bodenschonend, in schwarz (hinterlassen evtl. Spuren auf den Böden) oder grau (spurlos) erhältlich. Gummiräder neigen bei hoher Dauerbelastung zur Abflachung der Lauffläche (PP, PA und Polyurethan zu empfehlen). Vollgummirollen sind auch bei unebener Bodenfläche geeignet.

Vollgummi-Elastik (Super Fahrkomfort)

Elastisches, stossdämpfendes Fahrverhalten. Bessere Federung und geringerer Rollwiderstand sowie höhere Tragfähigkeit als Standard Vollgummi. Sie rollt sehr leise und bodenschonend und hinterlässt keine Spuren. Bei hoher Dauerbelastung neigen die Gummiräder zur Abflachung der Lauffläche (PP, PA und Polyurethan zu empfehlen). Elastikrollen sind auch bei unebener Bodenfläche geeignet. Sollten chemischen Substanzen nicht ausgesetzt werden.

Thermoplastisches Gummi (TPE)

Spurfreie Reifen und Laufflächen, die sich durch Widerstandsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit auszeichnen. Sehr leiser Lauf und deutliche höhere Tragkraft als Vollgummi. Beständigkeit bei chemischen Laugen eher gering. Auch für unebene Böden geeignet.

Polyurethan

Polyurethan ist ein sehr hochwertiges, beständiges Radmaterial, welches überall eingesetzt werden kann, wo andere Materialien den Ansprüchen nicht mehr genügen. Die Haupteigenschaften von Polyurethan sind: Lange Lebensdauer, da geringer Verschleiss, hohe Tragkraft auch unter dynamischer Belastung, spurfrei und bodenschonend laufend, gute Beständigkeit gegen chemische Substanzen, schnittfest gegen Metallspäne.

 

Radlager

Ein hochwertiges Radlager ist die beste Voraussetzung für optimale Laufeigenschaften und bestimmt somit die Qualität einer Rolle entscheidend mit. Folgende Lagerungsarten werden unterschieden:

1. Gleitlager

Das Gleitlager ist eine einfache, preisgünstige, unempfindliche, im Normalfall wartungsfreie und meist auch korrosionsbeständige Radlagerung. Gleitlager werden vorwiegend bei Apparate-Rollen und Transportgeräte-Rollen eingesetzt, wenn nur mit geringen Geschwindigkeiten und nicht allzu häufig gefahren wird. Unter besonderen Bedingungen z.B. Trockenheit, hohem Luftstaubgehalt, sowie hoher Laufleistung, wird eine Fett- oder Ölschmierung empfohlen.

2. Rollenlager

Das Rollenlager ist eine robuste, widerstandsfähige, weitgehend wartungsfreie Radlagerung. Rollenlager haben sich vorwiegend bei Transportgeräte-Rollen mit häufiger Nutzung bewährt. Das Rollenlager besteht aus Stahlwalzen, die in einem Kunststoff- oder Stahlkäfig gelagert sind. Diese Walzen rollen dabei zwischen dem Achs Rohr und der Radnabe ab. Da bei der Drehung um die Achse keine Gleit-, sondern Rollreibung auftritt, ist der Rollwiderstand des Rades auch bei höheren Belastungen relativ gering.
Rollenlager werden bei der Montage der Radserien mit einem Langzeifett gefettet und brauchen deshalb im Regelfall nicht nachgeschmiert werden.

3. Kugellager

Das Kugellager erfüllt höchste Ansprüche an Tragfähigkeit, Laufeigenschaften (auch bei höheren Geschwindigkeiten) und an Beständigkeit gegen Umgebungseinflüsse. Kugellager finden vornehmlich in technisch anspruchsvollen Transportgeräte-Rollen und Schwerlast-Rollen Anwendung. Mit abgedichteten Kugellagern ausgestattete Radlagerungen dürfen nicht nachgeschmiert werden, da das Lager dadurch beschädigt werden kann.
Kugellager werden bei der Montage mit Langzeitfett ausgestattet. Standardmässig sind 2 Kugellager in der Nabe montiert, die mittels einer Distanzhülse auf Abstand gehalten werden. Diese Radlagerung bietet einen sehr präzisen, leichten Lauf.


 

Tragfähigkeit

Die benötigte Tragfähigkeit bei einem Einsatz von 4 Rollen wird wie folgt ermittelt:

Tragkraft pro Rolle = (Eigengewicht des Wagens + Zuladung) dividiert durch 3, denn häufig stehen bei unebenen Böden nur drei von vier Rädern auf. Zudem können durch Überfahren von Hindernissen kurzzeitig Überlastungen auftreten. Die in unserem Shop angegebenen Tragfähigkeiten sind gültig für Fahrgeschwindigkeiten bis zu 4 km/h. Bei schlechten Bodenverhältnissen und häufiger Höchstgeschwindigkeit sind grössere Raddurchmesser mit höherer Tragkraft zu wählen.